Kriegsspiele: Besser als ihr Ruf?
“WarGames – Kriegsspiele” hieß der spannende Thriller mit Matthew Broderick und Ally Sheedy, in dem ein scheinbar harmloses taktisches Kriegsspiel zu einer weltweiten Bedrohung wurde. Diese Utopie aus den frühen 80ern mag heute vielleicht ein wenig belustigend erscheinen, war das “Spiel” doch lediglich textbasiert und in Wirklichkeit eine Kommandoplattform des amerikanischen Verteidigungsapparates. Etwas Ähnliches könnte also heute nicht mehr passieren, erscheinen Kriegsspiele doch eher als hyperrealistische Shooter oder diffizile Echtzeit-Strategiespiele. Doch mit dem Realismus tauchen natürlich ganz andere Gefahren auf!
Mehr Simulation als Spiel
In den kommenden Jahren ist wohl damit zu rechnen, dass die Grafik der Shooter das Niveau eines Spielfilms erreicht. Nehmen wir fernerhin an, dass man die Spiele dann vornehmlich auf 3D-Bildschirmen spielen wird, dürfte für viele Spieler die Grenze von Realität und Videospiel verschwimmen. Es mag dann wirklich so erscheinen, als schleiche man durch Wälder, Städte und geheime Stützpunkte, um Feinde zu meucheln und Aufträge zu erfüllen. Niemand, der wirklich Ahnung von der Materie hat und/oder zu der Generation gehört, die bereits mit Videospielen aufgewachsen ist, würde ihnen die alleinige Schuld an Gewalttaten oder der Verrohung der Jugend geben. Eltern müssen natürlich aufpassen, was die Kinder im Fernsehen anschauen, ob sie kostenlose Kriegsspiele spielen und wie ihr Umfeld im realen Leben aussieht, doch am Ende des Tages bleibt ein Spiel eben nur ein Spiel. Inwieweit sich welche Spiele auf einen Menschen auswirken können, ist eine Streitfrage, auf die wir an dieser Stelle eigentlich überhaupt nicht näher eingehen wollen. Hier gibt es keine pauschale Antwort und die Diskussionen, die vor allem medial für Aufsehen sorgten, waren meist einseitig und nicht sonderlich gehaltvoll. Doch beeinflusst andauerndes Spielen vielleicht die Art, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen? Ist es möglich, dass sich unsere Motorik und der soziale Umgang durch übermäßiges Spielen verändern? Und falls ja: Ist die Veränderung dann positiv oder negativ? Neben den Spielen, die man überall kaufen oder downloaden kann, gibt es auch noch Kostenlose Kriegsspiele, die man jederzeit über seinen Internetbrowser spielen kann. Ein Beispiel ist das beliebte Spiel Desert Blitz, in dem man militärische Einheiten befehligt, um Ölreserven zu schützen!
Besser als sein Ruf
Klar ist, dass sich Kinder heute oft nicht mehr genug bewegen. Statt auf Bäume zu klettern und Sport zu treiben, verbringen sie eindeutig zu viel Zeit vor dem Bildschirm und spielen kostenlose Kriegsspiele. Doch in mehreren Studien kamen in den letzten Jahren erstaunliche Ergebnisse zutage. Auch wenn übermäßiges Spielen negative Folgen für die Grobmotorik haben kann, wird auf der anderen Seite auch die Reaktionsfähigkeit geschult und das logische Denken gefördert. Es kommt natürlich auch darauf an, welche Spiele man spielt!
